Mein 50. 🍾🥂

Zweimal durfte ich heute hören „Willkommen im Club“! 🥳
Wat denn für’n Club? Wo ist denn die Mitgliedskarte 💳? Wo die Clubzeitschrift 📰?
Ach, ich höre gerade, die Apothekenumschau muss ich mir in der Apotheke ⚕️ selbst holen *grmpf. Auch das noch…na ja solange es nicht der Seniorenratgeber ist…🤭

Ja, okay, ich bin jetzt im Club fifty. Von mir aus, wegen mir, meinetwegen… das heißt aber jetzt nicht etwa, dass ich mich anders, angepasster benehmen muss!? Dann lehne ich die Mitgliedschaft ab – nö, albern sein muss sein 😂

Mein Personalausweis sagt, dass ich jetzt 50 bin. Mein Leben und ich haben also Goldene Hochzeit.
Früher fand ich, dass die meisten älter 👵🏻 aussahen als heutige 50-jährige.
Jetzt finde ich, 50 ist das neue 40. Ich glaube, dass ich mich ganz gut gehalten habe – auch wenn ich andere 50jährige Frauen hier auf’m Dorf sehe, finde ich, dass ich locker noch für 48 durchgehe 😂.
Klar, die Haare werden grau 🧓🏻 (schon länger und da stehe ich zu), die Brille 👓 wird stärker, die Knochen 🦴 knackiger – und das alles ist mir sowas von egal.🤷🏼‍♀️
Vermutlich ist mittlerweile weit mehr als die Hälfte meiner Lebenszeit vorüber. Und manchmal fühle ich mich durch die Fatigue auch eher wie 75 oder so 🙊, während die Flausen im Kopf 🤡 deutlich in Richtung 25 gehen – also liegt mein urkundliches Alter rechnerisch genau dazwischen. Das ist doch auch was. 👍🏼
Aber ändert sich jetzt was? Nö! Außer vielleicht, dass ich noch ein bisschen bewusster leben möchte 🙏🏼🧘🏼. Ich möchte weiterhin Spaß haben bei allem was ich so anstelle. Ich möchte Sachen ausprobieren, ich schreibe das mal in meiner Löffelliste 📋(bucket list) zusammen. Ich will lachen 😀. Und genießen 🎂 so gut es geht. Ich bin ein Kopfmensch, trotzdem möchte ich träumen ✨ und mir (realistische) Ziele 🎯 setzen und erreichen.

Ich wünsche mir zu meinem Geburtstag, dass mein Schatz 🥰, mein Fels in der Brandung mich auch weiterhin so toll (unter-)stützt und tüddelt, den meisten Quatsch mitmacht und mich bei anderem Unsinn einbremst. Ich wünsche mir, dass Töchting auch richtig glücklich bleibt und unsere Mutter-Tochter-Beziehung so freundschaftlich, zwanglos und vertrauensvoll bleibt 😘.
Und für euch alle wünsche ich mir, dass ihr euren Weg findet, kennt und geht, mit unendlicher Freude, mit Leichtigkeit und viel Lachen.
Dazu passt mein neuer Lieblingsspruch „Jeder Tag ist mein Lieblingstag. Manche haben nur etwas mehr Schwerkraft!“
In diesem Sinne, stoßt mit mir an – auf dich, auf mich, auf euch, auf uns und auf das Leben 🥂🍾

Gedanken-Aprilwetter

Hey, geht dir das verrückt spielende April-Wetter auf die Nerven? Immer dieses hin und her? Kalt, warm, zu warm, Frost, Wind, Sonne, Regen, Graupel, Schnee und wieder von vorne.

So geht es mir seit Wochen gedanklich, seelisch, whatever…
Wenn du magst, lade ich dich heute mal wieder zu einem kleinen Einblick in meinen Seelen-Striptease ein.

Ich werde ganz bald 50, bin seit Monaten arbeitsunfähig wegen meiner krebsbedingten Fatigue. Ich hatte vor 9 Jahren Brustkrebs und wurde mit OP, Chemo und Bestrahlung sowie noch laufender Antihormontherapie behandelt. Seitdem begleitet mich diese Fatigue, eine ziemlich hartnäckige Erschöpfung.
Anfangs war das nichts Besonderes, nach dem Ende der Behandlungen mit zunehmendem zeitlichen Abstand wurde es dann doch ungewöhnlich. Das war für mich inakzeptabel und ich habe mich dagegen gesträubt, habe dagegen angekämpft, habe wieder normal Fahrt aufgenommen. Das ging nicht lange gut und zusätzlich zu dem körperlichen Knockout kamen die Gedankenstrudel. Ich konnte das nicht akzeptieren, nicht annehmen.
Mit Achtsamkeitstraining, Meditation, Resilienz und Optimismus habe ich die Gedankenstrudel in Bezug auf die Fatigue ganz gut im Griff, also psychisch gesehen ist die Erschöpfung nur noch ein kleines Thema. Sie ist da, darf mich begleiten und mehr nicht – bis zu dieser Erkenntnis war es aber ein langer Weg.
Was echt nervig ist, ist, dass ich insgesamt bei weitem nicht mehr so kann wie ich will oder wie andere Frauen in meinem oder sogar höheren Alter (also was körperliche und auch geistige Belastbarkeit anbelangt – keine Konzentration, Schwierigkeiten beim Erfassen von Zusammenhängen usw.).
Seit meinen Ausbildungen zur Achtsamkeitstrainerin für Meditation, Kursleiterin für progressive Muskelentspannung und Lachyoga-Leiterin vor zwei Jahren wollte ich meine Geschichte nutzen, anderen Betroffenen Mut zu machen, Tipps zu geben und mein Wissen weiterzugeben, damit sie ihre Fatigue besser verstehen und damit gut umgehen können. Ich wollte eine Webseite, bei Facebook und Instagram, wollte zahlende KundInnen gewinnen, die mir mein Programm „Fatigue Eigenregie“ abkaufen.

Doch es kamen Zweifel. Zum einen wegen der technischen Umsetzung und zum anderen die Selbstzweifel, wieso gerade ich Tipps geben sollte, wo ich doch die Fatigue immer noch habe. Dann kommt dazu, dass ich mich nicht über länger konzentrieren kann, um ein gutes Programm zusammenzustellen oder einen Onlinekurs zu kreieren und meine ganzen Ideen unter einen Hut zu bringen.

Das machte mir Druck und brachte Unzufriedenheit, was mich dann psychisch weiter blockierte. Und schon war es wieder aus mit den kontrollierten Gedanken, sie strudelten unkontrolliert herum, legten sich neben die Fatigue und alles war doof. Ich war nicht mehr ich, das gefiel mir gar nicht.

Und genau hier kam ein Zufall zu Hilfe – ätherische Öle und EFT (Klopfen gegen Stress). Schon bei der Auswahl des Öls war es faszinierend, das Klopfen selbst hat mich erst tiefer in die Emotionen geleitet, um mir dann bei den Wiederholungen eine Lösung zu schenken. Auch beim Warten heute Morgen auf meinen Arzttermin hat sich alles genauso dargestellt.

Ich weiß jetzt, was ich will. Ich will mich nicht verbiegen, nicht zu sehr über meinen Komfortzonenrand hinausgehen (das mag Hedwig nicht – Hedwig ist meine Fatigue), Dinge mit Spaß erledigen, meine Hobbys kultivieren und mich nicht unter Druck setzen, wenn die Erschöpfung mal wieder stärker ist. Es soll wieder mehr Leichtigkeit einziehen. Und vom Kopf her passt das alles zusammen, denn schließlich bin ich nicht ohne Grund arbeitsunfähig.
Trotzdem ist es ja erlaubt zu leben. Ich darf, will und werde Sachen tun, die mir Spaß machen (ob es für irgendwas sinnvoll ist oder nicht), ich werde lachen und gute Laune haben. Ich werde noch besser auf mich hören, auch als Kopfmensch ein Bauchgefühl entwickeln. Und wenn ich nicht mehr kann, dann lege ich mich ohne schlechtes Gewissen auf die Couch und gucke fern oder Löcher in die Luft.

Es wird also keine 5-Tages-Challenge, keinen Onlinekurs, kein kostenpflichtiges Programm und auch keinen Shop geben.
Ich werde aber nicht verschwinden, ich werde ohne festen Zeitplan etwas posten – immer dann, wenn ich Lust habe, wenn es mir möglich ist, wenn ich ein Thema habe…

Vielleicht kannst du ja auch so, ohne „Programm“, etwas aus meinen Geschichten für dich gewinnen. Vielleicht liest du einfach nur so gerne mit.
Deshalb freue ich mich, wenn du mir weiterhin folgst.