Nicht neu – und noch nicht komplett

Also da bin ich nun wieder… als Daniela Schillmöller – Glückspraktikerin 🍀

Und ich freue mich so über meine wiedergefundene Leichtigkeit, Klarheit und einen kleinen Flow inmitten meiner Erschöpfung.

Meine früheren Posts hier auf dem WP-Blog hatte ich zwar gespeichert und exportiert, weil ich diese ja in meinem Blogspot-Blog integriert hatte. Allerdings sind die Fotos futsch, wahrscheinlich weil ich meine Seite mit allen Daten gelöscht hatte und somit die Fotos aus der Datenbank verschwunden sind.

Also, die Texte sind noch da und nach und nach werde ich die Bilder wieder ergänzen.

Und nun freue ich mich ein bisschen weiter.
Allerdings bin ich durch das Administrative jetzt etwas platt – das ist halt nun mal so, wenn man ein Erschöpfungssyndrom hat. Domain, WP wieder von ionos aktivieren lassen und die ganze technische Seite mit Domain verbinden, Accounts einrichten und und und, wo ich doch nur so ein Halbwissen habe usw… das ist für mich echt anstrengend, auch wenn es nur zwei Stündchen waren.

Wie gesagt, freuen tue ich mich auf jeden Fall wie ein Keks und heute Abend werde ich noch ein bisschen über meine Pläne und Themen erzählen.

Das grobe Thema ist natürlich Glück 🍀 und vieles, vieles mehr

Bis ganz bald

Bügeln, meditieren und positive Psychologie

Hast du schon mal überlegt, wie Bügelwäsche (oder natürlich jede andere Pflichtaufgabe) dein Belohnungssystem aktiviert und warum es für manche „schönen“ Aufgaben erst deine Erlaubnis braucht?

Mal Hand aufs Herz. Bügelst du gerne? Oder machst du es widerwillig, weil es ja gemacht werden muss? Oder kannst du dir den Luxus leisten, bügeln zu lassen?
Ich will jetzt keine Grundsatzdiskussion starten, wer bügeln sollte – also im Bezug auf Rollenverteilung etc.

Dampfbügelstation in meinem Keller

Worauf ich mit diesem Artikel hinaus möchte, ist die Wirkung von erledigten Aufgaben im Gegensatz zu Prokrastinieren auf seinen Hormonspiegel.

Wenn du also selbst bügeln musst, wie organisierst du diese Tätigkeit?
Bist du Team „voller Korb, heute nur was ich morgen anziehe“ oder Team „zeitnah nach der Wäsche und alles auf einmal“? Oder lässt du dich gar von dem vollen Wäschekorb, der mitten im Wohnzimmer steht, ständig geradezu anschreien?

Symbolbild Wäscheberg

Ich bin eigentlich im zweiten Team, allerdings verschiebe ich auch schon mal auf den nächsten Waschtag, um mich dann zu ärgern, dass es doch wieder viel ist. Wobei „viel“ auch relativ ist bei zwei Personen und bügelleichten Hemden und Oberteilen, die nur mal einen Dampfstoß benötigen. Mir ist das manchmal auch mit fünf Teilen zu viel – du weißt schon, meine Fatigue.
Zurück zum eigenen Belohnungssystem und Hormonspiegel.
Als ich letztens gebügelt habe, fiel mir wieder einmal auf, dass ich gerne bügele und es wie Meditation für mich ist. Quasi eine bewegte Meditationsform, die noch dazu ein sichtbares Ergebnis erzeugt.
Dabei kamen mir viele Gedanken und auch die Idee, mal einen Artikel darüber zu schreiben. Den liest du jetzt gerade.

Kennst du das eigentlich auch, dass du dir schöne Sachen erst erlaubst, wenn du die längst überfällige Pflicht erledigt hast? Also bei mir ist das tatsächlich oft so. Im Hinterkopf schwirrt immer das Bild des z.B. seit Wochen vollen Wäschekorbs und ich verbiete mir solange angenehme Tätigkeiten wie Hobbys o.ä. bis die Aufgaben erledigt sind 

Und was ist dann? Dann habe ich weder etwas geschafft noch mir etwas gegönnt. Dann wächst der Ärger darüber, dass ich schon so lange verschoben habe und so weiter… Bescheuerte Spirale, du weißt schon. Übrigens erlaube ich mir erst ein neues Handarbeitsprojekt anzufangen, wenn das vorige fertig ist – das ist genauso bescheuert. Denn dadurch mache ich mir Druck, die Laune sinkt und die Motivation wird dadurch definitiv nicht größer. Ich sollte mal über eine Strategieänderung nachdenken. Darüber sinniere ich demnächst mal gründlicher nach und werde vielleicht auch etwas dazu schreiben.

Manche tauschen einfach Pflicht gegen Kür und machen nur schöne Dinge, regen sich dann über die unerledigten Aufgaben auf und sind ggf. unzufrieden, obwohl sie ja ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgegangen sind. Auch nicht die ideale Lösung.
Und wieder andere bügeln gar nicht – ja, geht auch, wenn man gerne zerknittert rumläuft und nicht unbedingt bei einer Bank oder so beschäftigt ist.

Also das käme bei uns nicht in Frage. Ich bügle zumindest keine Unterwäsche, Küchenhandtücher oder Bettwäsche, nur die Oberteile habe ich gerne glatt.
Also habe ich als ToDo-Listen-Nutzerin mir einen festen Terminen für Pflichtaufgaben geschaffen. Ich bügele alle drei Wochen mittwochs bzw. freitags, je nachdem wann mein planmäßiger Waschtag war (circa alle 10 Tage darf meine Bügelstation also ran). Und meistens ist der Wäschekorb danach wirklich auch leer.

leerer Bügelwäschekorb in meinem Keller

Ich möchte hier nichts über den Sinn oder Unsinn von ToDo-Listen erörtern. Jeder muss selbst wissen, ob und in welchem Umfang solche Listen gut für einen sind, ob man vielleicht auch seine Ich-Zeit oder Zeiten für Hobbys darin aufnimmt.
In einem anderen Blogartikel habe ich schon mal etwas über Pläne aus meiner Sicht und mit Blick auf meine Fatigue geschrieben.

Meistens funktioniert meine ToDo-Liste auch. Aber eben nur, weil ich sonst nicht viel zu erledigen habe an diesen Tagen, weil ich mir den Tag genau dafür frei gehalten habe – bzw. die Zeit großzügig und auch Pausen einplane.
Und als luxuriöse Zugabe kann ich immer noch entscheiden, doch nicht zu bügeln  (und dann geht es eben mit der Prokrastinationsschleife weiter).

So, also schauen wir mal weiter und nehmen an, dass ich gebügelt habe. Damit kreiere ich mir persönlich nun zum einen meine Erlaubnis für meine Lieblingsbeschäftigung. In meinem persönlichen Fall wären es z.B. Handarbeiten.
Wenn es nun meine Fatigue zulässt „darf“ ich jetzt bis zum nächsten vollen Wäschekorb handarbeiten, Spaß haben usw.
Zum anderen freue ich mich darüber, diese Aufgabe erledigt zu haben, es geschafft zu haben und ein Häkchen in meiner ToDo-App setzen zu können. Ich bin zufrieden damit und mit mir. Das kann manchmal so einfach sein.

Erledigte Aufgaben erhöhen den Dopamin-Spiegel und du spürst ein wohliges Gefühl. Eine Art Belohnung. Ohne jetzt genau wissenschaftlich auf die ganzen Wirkungen von Dopamin einzugehen, nur kurz:

Dopamin dient im Gehirn der Kommunikation der Nervenzellen untereinander, ist also ein Nervenbotenstoff (Neurotransmitter). In bestimmten „Schaltkreisen“ vermittelt er dabei positive Gefühlserlebnisse („Belohnungseffekt“), weswegen er – so wie auch Serotonin – als Glückshormon gilt. Im Vergleich zu Serotonin bewirkt Dopamin aber eher eine längerfristige Motivationssteigerung und Antriebsförderung. Quelle: Netdoktor.de

Somit hat das erledigen der Bügelwäsche eigentlich nur Vorteile. Erledigung, Glückshormone und Belohnung (die du dir natürlich auch in deiner bevorzugten Form selbst gönnen darfst, wenn der Anblick des leeren Wäschekorbs nicht Belohnung genug ist).
Ich liebe es, während ich bügelmeditiere und wenn ich anschließend fertig bin und die schön aufgereihten Bügel auf dem Wäscheständer sehe.

fertige Bügelwäsche aufgebügelt

Einen Pluspunkt habe ich übrigens noch vergessen: wenn man die Möglichkeit hat, in einem separaten Raum zu bügeln – egal ob Keller, Schlafzimmer, Waschküche etc. – dann hat man sogar noch ein kleines bisschen Zeit für sich, kann die Musik aufdrehen, in sich gehen, Glotze dabei schauen – was auch immer, vielleicht mal ohne PartnerIn, Kinder, Schwiegereltern in Hörweite. Sorry, der Punkt ist nicht wirklich 100% ernstgemeint – aber kann…

Also los, Bügeleisen an, Bügelbrett aufstellen und loslegen.

Jetzt muss bei mir nur noch das Hemden-Taxi kommen. Das übernimmt mein Schatz auf Zuruf, an den ich ihn auch nicht alle 6 Monate erinnern muss.
Das ist natürlich Spaß, ein Witz gewesen. Noch bevor der Artikel veröffentlicht ist, sind die gebügelten Oberteile schon in den Schränken verstaut.

Ich hoffe, der Artikel hat dir gefallen. Wie immer ein Mix aus Persönlichem, (nicht ganz ernst gemeinten) Tipps, Hintergrundinfos und Links.

Wenn du mir einen Kommentar hinterlassen magst, freut sich übrigens mein Glückshormonspiegel auch sehr.

12 von 12 im Mai

Ach, was freue ich mich, heute endlich mal wieder bei den 12 von 12 mitzumachen. Mein Blog- bzw. Seitenaufbau ist immer noch im Stocken, trotzdem gibt es heute ein paar Eindrücke meines Tages. Komm mit und freu dich mit mir…

Meine Tarot-Tageskarte

Heute habe ich zum ersten Mal eine Tageskarte gezogen – und zwar hier online. Na da bin ich ja mal gespannt, hört sich aber schon mal gut an, denn ich muss heute Vormittag zu meinem Gynäkologen zur Brustkrebs-Nachsorge. Immer noch habe ich ein bisschen Bammel – dabei ist es ja im 10. Jahr schon fast Routine – wobei – nein, Routine wird das nie…

Toby mein Achtsamkeitsexperte

Toby, mein persönlicher Motivations- und Achtsamkeitsexperte fragt sich hier wohl, wann ich endlich in die Puschen komm…

Creme für die anspruchsvolle Haut mit extra LSF muss einfach sein

Also husche ich ins Bad, unter die Dusche und erledige was sonst so anfällt, damit der arme Hund endlich auf seine Gassirunde kann…

Mein Westfenster

Obwohl ich kein Ost-Fenster habe, gibt es ab und zu das Phänomen, dass sich die Morgensonne beim Nachbarn im Fenster spiegelt und mir ein Licht- und Schattenspiel schenkt…

Wolkig spektakulär

Die Gassirunde ist trotz der dunklen Wolken nicht ins Wasser gefallen…

Bettwäscheberge

Ja, ich glaube, die muss ich mal zusammenlegen und wegräumen…

Eistee to be…

Noch schnell Hagebuttentee mit Rosmarin aufgeschüttet, dann kann der nachher schön abkühlen…

Parkplatz im Grünen mitten in der Stadt

Okay, der Wunsch ans Universum lautete „Parkplatz direkt auf der Straße vor dem Ärztehaus“ – aber so weit weg ist das ja jetzt auch nicht. Durch die Bäume kann ich das Gebäude schon sehen.

Wartezimmer beim Gynäkologen

So, dann jetzt warten und den Puls kontrollieren, alle Fragen zurecht legen und dann geht’s los. Brustultraschall, abtasten, Vorsorgeuntersuchung, Gespräch, Besprechung der weiteren Vorgehensweise… Ergebnis: alles bestens, Lymphdrainage bekomme ich auch weiter, weil sie wirklich gut wirkt. Ich freue mich über ein NIX!!!

Retoure im Baumarkt

Meine persönliche Belohnung fällt heute etwas anders aus. Ich werde mir ein Streuselteilchen gönnen, denke ich zu dieser Zeit noch, doch es kommt anders…denn es gibt nirgendwo ein Streuselteilchen, also kaufe ich mir nach dem Baumarktkurzbesuch für die Retoure eine Puddingbrezel.

teuer und noch nicht mal besonders lecker
Babyklamotten

Leider sind die Farben absolut nicht original (im Kofferraum sind halt keine Studioleuchten). Da ich nämlich für mich sonst keine Belohnung für das NIX gefunden habe, profitiert meine zuckersüße Enkelin und darf dann bei den tollen sommerlichen Temperaturen ein Kleidchen (weiß mit mintgrün und niedlichem Kaktus- und Wassermelonenmuster) anziehen. Ein fliederfarbenes T-Shirt mit Happy-Aufdruck geht sowieso immer und die niedlichen kurzen Hosen bedecken den Windelpopo. Ich könnte mir vorstellen, dass sich meine Tochter freut und die Kleene total niedlich aussehen wird.

So, das waren also meine 12 von 12 im Mai. Es gab noch ein paar weitere Fotos von meinem Mittagessen und von der Nachmittagsgassirunde bzw. von meinem Kraftbaum. Die zeige ich vielleicht ein anderes Mal.

Bist du auch dabei bei den 12 von 12? Schreib mir gerne einen Kommentar, wenn dir meine 12 Bilder gefallen haben.

Und schau doch mal vorbei bei Caroline von Draußen nur Kännchen!

Mein 50. 🍾🥂

Zweimal durfte ich heute hören „Willkommen im Club“! 🥳
Wat denn für’n Club? Wo ist denn die Mitgliedskarte 💳? Wo die Clubzeitschrift 📰?
Ach, ich höre gerade, die Apothekenumschau muss ich mir in der Apotheke ⚕️ selbst holen *grmpf. Auch das noch…na ja solange es nicht der Seniorenratgeber ist…🤭

Ja, okay, ich bin jetzt im Club fifty. Von mir aus, wegen mir, meinetwegen… das heißt aber jetzt nicht etwa, dass ich mich anders, angepasster benehmen muss!? Dann lehne ich die Mitgliedschaft ab – nö, albern sein muss sein 😂

Mein Personalausweis sagt, dass ich jetzt 50 bin. Mein Leben und ich haben also Goldene Hochzeit.
Früher fand ich, dass die meisten älter 👵🏻 aussahen als heutige 50-jährige.
Jetzt finde ich, 50 ist das neue 40. Ich glaube, dass ich mich ganz gut gehalten habe – auch wenn ich andere 50jährige Frauen hier auf’m Dorf sehe, finde ich, dass ich locker noch für 48 durchgehe 😂.
Klar, die Haare werden grau 🧓🏻 (schon länger und da stehe ich zu), die Brille 👓 wird stärker, die Knochen 🦴 knackiger – und das alles ist mir sowas von egal.🤷🏼‍♀️
Vermutlich ist mittlerweile weit mehr als die Hälfte meiner Lebenszeit vorüber. Und manchmal fühle ich mich durch die Fatigue auch eher wie 75 oder so 🙊, während die Flausen im Kopf 🤡 deutlich in Richtung 25 gehen – also liegt mein urkundliches Alter rechnerisch genau dazwischen. Das ist doch auch was. 👍🏼
Aber ändert sich jetzt was? Nö! Außer vielleicht, dass ich noch ein bisschen bewusster leben möchte 🙏🏼🧘🏼. Ich möchte weiterhin Spaß haben bei allem was ich so anstelle. Ich möchte Sachen ausprobieren, ich schreibe das mal in meiner Löffelliste 📋(bucket list) zusammen. Ich will lachen 😀. Und genießen 🎂 so gut es geht. Ich bin ein Kopfmensch, trotzdem möchte ich träumen ✨ und mir (realistische) Ziele 🎯 setzen und erreichen.

Ich wünsche mir zu meinem Geburtstag, dass mein Schatz 🥰, mein Fels in der Brandung mich auch weiterhin so toll (unter-)stützt und tüddelt, den meisten Quatsch mitmacht und mich bei anderem Unsinn einbremst. Ich wünsche mir, dass Töchting auch richtig glücklich bleibt und unsere Mutter-Tochter-Beziehung so freundschaftlich, zwanglos und vertrauensvoll bleibt 😘.
Und für euch alle wünsche ich mir, dass ihr euren Weg findet, kennt und geht, mit unendlicher Freude, mit Leichtigkeit und viel Lachen.
Dazu passt mein neuer Lieblingsspruch „Jeder Tag ist mein Lieblingstag. Manche haben nur etwas mehr Schwerkraft!“
In diesem Sinne, stoßt mit mir an – auf dich, auf mich, auf euch, auf uns und auf das Leben 🥂🍾

Gedanken-Aprilwetter

Hey, geht dir das verrückt spielende April-Wetter auf die Nerven? Immer dieses hin und her? Kalt, warm, zu warm, Frost, Wind, Sonne, Regen, Graupel, Schnee und wieder von vorne.

So geht es mir seit Wochen gedanklich, seelisch, whatever…
Wenn du magst, lade ich dich heute mal wieder zu einem kleinen Einblick in meinen Seelen-Striptease ein.

Ich werde ganz bald 50, bin seit Monaten arbeitsunfähig wegen meiner krebsbedingten Fatigue. Ich hatte vor 9 Jahren Brustkrebs und wurde mit OP, Chemo und Bestrahlung sowie noch laufender Antihormontherapie behandelt. Seitdem begleitet mich diese Fatigue, eine ziemlich hartnäckige Erschöpfung.
Anfangs war das nichts Besonderes, nach dem Ende der Behandlungen mit zunehmendem zeitlichen Abstand wurde es dann doch ungewöhnlich. Das war für mich inakzeptabel und ich habe mich dagegen gesträubt, habe dagegen angekämpft, habe wieder normal Fahrt aufgenommen. Das ging nicht lange gut und zusätzlich zu dem körperlichen Knockout kamen die Gedankenstrudel. Ich konnte das nicht akzeptieren, nicht annehmen.
Mit Achtsamkeitstraining, Meditation, Resilienz und Optimismus habe ich die Gedankenstrudel in Bezug auf die Fatigue ganz gut im Griff, also psychisch gesehen ist die Erschöpfung nur noch ein kleines Thema. Sie ist da, darf mich begleiten und mehr nicht – bis zu dieser Erkenntnis war es aber ein langer Weg.
Was echt nervig ist, ist, dass ich insgesamt bei weitem nicht mehr so kann wie ich will oder wie andere Frauen in meinem oder sogar höheren Alter (also was körperliche und auch geistige Belastbarkeit anbelangt – keine Konzentration, Schwierigkeiten beim Erfassen von Zusammenhängen usw.).
Seit meinen Ausbildungen zur Achtsamkeitstrainerin für Meditation, Kursleiterin für progressive Muskelentspannung und Lachyoga-Leiterin vor zwei Jahren wollte ich meine Geschichte nutzen, anderen Betroffenen Mut zu machen, Tipps zu geben und mein Wissen weiterzugeben, damit sie ihre Fatigue besser verstehen und damit gut umgehen können. Ich wollte eine Webseite, bei Facebook und Instagram, wollte zahlende KundInnen gewinnen, die mir mein Programm „Fatigue Eigenregie“ abkaufen.

Doch es kamen Zweifel. Zum einen wegen der technischen Umsetzung und zum anderen die Selbstzweifel, wieso gerade ich Tipps geben sollte, wo ich doch die Fatigue immer noch habe. Dann kommt dazu, dass ich mich nicht über länger konzentrieren kann, um ein gutes Programm zusammenzustellen oder einen Onlinekurs zu kreieren und meine ganzen Ideen unter einen Hut zu bringen.

Das machte mir Druck und brachte Unzufriedenheit, was mich dann psychisch weiter blockierte. Und schon war es wieder aus mit den kontrollierten Gedanken, sie strudelten unkontrolliert herum, legten sich neben die Fatigue und alles war doof. Ich war nicht mehr ich, das gefiel mir gar nicht.

Und genau hier kam ein Zufall zu Hilfe – ätherische Öle und EFT (Klopfen gegen Stress). Schon bei der Auswahl des Öls war es faszinierend, das Klopfen selbst hat mich erst tiefer in die Emotionen geleitet, um mir dann bei den Wiederholungen eine Lösung zu schenken. Auch beim Warten heute Morgen auf meinen Arzttermin hat sich alles genauso dargestellt.

Ich weiß jetzt, was ich will. Ich will mich nicht verbiegen, nicht zu sehr über meinen Komfortzonenrand hinausgehen (das mag Hedwig nicht – Hedwig ist meine Fatigue), Dinge mit Spaß erledigen, meine Hobbys kultivieren und mich nicht unter Druck setzen, wenn die Erschöpfung mal wieder stärker ist. Es soll wieder mehr Leichtigkeit einziehen. Und vom Kopf her passt das alles zusammen, denn schließlich bin ich nicht ohne Grund arbeitsunfähig.
Trotzdem ist es ja erlaubt zu leben. Ich darf, will und werde Sachen tun, die mir Spaß machen (ob es für irgendwas sinnvoll ist oder nicht), ich werde lachen und gute Laune haben. Ich werde noch besser auf mich hören, auch als Kopfmensch ein Bauchgefühl entwickeln. Und wenn ich nicht mehr kann, dann lege ich mich ohne schlechtes Gewissen auf die Couch und gucke fern oder Löcher in die Luft.

Es wird also keine 5-Tages-Challenge, keinen Onlinekurs, kein kostenpflichtiges Programm und auch keinen Shop geben.
Ich werde aber nicht verschwinden, ich werde ohne festen Zeitplan etwas posten – immer dann, wenn ich Lust habe, wenn es mir möglich ist, wenn ich ein Thema habe…

Vielleicht kannst du ja auch so, ohne „Programm“, etwas aus meinen Geschichten für dich gewinnen. Vielleicht liest du einfach nur so gerne mit.
Deshalb freue ich mich, wenn du mir weiterhin folgst.

Innere Antreiber

Heute habe ich ein Thema, zu dem ich vom heutigen Kalenderblatt inspiriert wurde. Die inneren Antreiber.

Du kennst sie auch! Anerzogen sind sie, als Kind hast du sie im Erziehungsprozess verinnerlicht. Aus früheren Tagen, aus deiner Kindheit. Und jetzt als Erwachsene kennt dein inneres Kind sie immer noch – und du hörst sie auch von außen gelegentlich im Berufsleben oder bei „gut gemeinten Ratschlägen“ von Verwandten.

Lass‘ dich nicht so hängen! – Träum‘ nicht! – Reiß‘ dich zusammen! – Tu was! – Streng‘ dich an!

Solche „tollen“ Sätze von außen bekommt man in den unmöglichsten Situationen zu hören, sogar von Personen, von denen man es überhaupt nicht erwartet hätte – so wie ich zuletzt in meiner psychosomatischen Reha von einer Ärztin – ich solle mich doch mal zusammenreißen, ich wäre doch noch nicht alt, wie könne ich denn erschöpft sein, ich wäre ja zur Erholung in Reha! Bäm – voll vor den Kopf gestoßen, ich wusste nicht mehr was ich darauf sagen sollte, denn in dieser Situation hatte ich gerade von einer Psychiaterin etwas Anderes erwartet. Das musste ich erstmal „verdauen“, diesen unverschämten Sätze die Macht entziehen. Mir gelingt das recht gut, ich dachte in dem Moment nur eher an Personen, die psychisch labiler sind – aber das ist ein anderes Thema.

Als eigene innere Antreiber von sich selbst ausgesprochen, finde ich diese Sätze schon gut, wenn man sie für sich richtig anwendet. Sie dürfen allerdings nicht zu stark sein, nicht so viel Macht haben, dass du an diesen Sätzen verzweifelst oder zerbrichst.

Ich glaube, mit einer gewissen Resilienz (seelische Widerstandskraft) kommst du mit diesen inneren (!!!) Antreibern sehr gut zurecht. Denn wenn wir in jeder Krise, bei jedem kleinen Problemchen oder gar bei schweren Erkrankungen ständig ohne innere Antreiber bleiben und uns nicht ab und zu mal selbst in den Allerwertesten treten, dann übernehmen eben diese Situationen die Kontrolle und das Leben wird um einiges komplizierter.

Wenn du in einem „Loch“ hängst, mental, psychisch oder physisch, dann hilft es, sich diese Sätze zu sagen – als liebevolle Aufforderung, am besten mit einem Lächeln – „los jetzt, lass‘ dich nicht so hängen, versuch‘ es!“ Und dann versuch‘ es – was auch immer „es“ ist.
ABER! Jetzt kommt ein dickes ABER! Wenn es nicht funktioniert, nicht geht, du es nicht weiter schaffst…, dann bestrafe dich nicht. Freue dich über deinen Versuch und über das was geklappt hat, auch wenn es vielleicht nur ein winziger Teilerfolg ist.
Lass‘ dann für eine Weile von diesem Thema ab und wende dich einem erfolgversprechenderen Thema zu.

Ich provoziere mal ein bisschen: Ich glaube, dass selbst psychisch Erkrankte (z.B. bei leichten bis mittleren Depressionen) sich nicht nur in Watte packen und warten sollten, bis die Phase vorüber ist. Höre auf deine inneren Antreiber, höre genau hin, was sie dir sagen wollen. Deine wahren inneren Antreiber wissen genau, was dir gut tut!

Wichtig: Ich spreche nicht von den Bull-Shit-Bingo-Sätzen, die von außen auf dich einprasseln! Gemeint sind vor allem Ermunterungen wie „och, eigentlich könnte ich mal xy machen“ oder auch „es würde mir bestimmt Spaß machen, xy zu tun“…
Sobald dein innerer Schweinehund diese Aufforderung mit „müsste“ oder „muss“ hinterlegt oder es gar befohlen wird, ist die wohltuende Herzlichkeit einem Druck gewichen, der in den meisten Fällen das Ganze eher verschärft. Das darf nicht passieren. Diese Appelle überhörst du einfach.
Natürlich darfst du solche inneren und äußeren Ermahnungen auch hinterfragen und für dich anpassen.
In der nächsten Situation gibt dir dein innerer Antreiber wieder genau den richtigen Tipp! Verlass‘ dich drauf!

Und noch eins: du bist genug und immer richtig!

Wenn Du mehr über „Resilienz“ oder zu einem meiner anderen Themen lernen oder Du mit mir arbeiten möchtest, melde Dich gerne bei mir über das Kontaktformular.
Ich freue mich auf Dich!

Deine Daniela Schillmöller